Fernwärme für Rochlitz

Pressemitteilung

Rochlitz/Saarbrücken, 13. Juni 2012

20 Jahre Energieversorgung Rochlitz GmbH

Eine Energiepartnerschaft bewährt sich

Die Energieversorgung Rochlitz GmbH (EVR) feierte am Mittwoch, 13. Juni 2012, mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür im Heizwerk Am Mönchswinkel ihr 20-jähriges Bestehen.

Oberbürgermeisterin Kerstin Arndt lobte in ihrer Festrede die gute Zusammenarbeit zwischen den Partnern in all den Jahren. Zusammen sei man dem Ziel, den Kunden nicht nur eine sichere und bequeme, sondern auch eine ressourcenschonende und emissionssparende Energieversorgung anzubieten schrittweise näher gekommen. Arndt weiter: Wir nahmen unsere Verantwortung als Kommune schon vor der Energiewende wahr und werden uns auch zukünftig den energiepolitischen Herausforderungen stellen. Thomas Billotet, Mitglied der Geschäftsführung STEAG New Energies GmbH, betonte, dass die Stadt Rochlitz sich auch weiterhin auf ihren Partner verlassen könne. Standorttreue und Weiterentwicklung sind wesentliche Grundpfeiler unseres Geschäftsmodells. So werden wir noch in diesem Jahr mit der Realisierung eines Blockheizkraftwerkes auf Biomethangasbasis beginnen und damit auch umweltfreundlich Strom am Standort produzieren, so Billotet in seiner Ansprache.

Die EVR setzte in 2011 20.600 Megawattstunden Fernwärme ab (ausreichend für 1.144 Einfamilienhäuser) und versorgt rund 150 Kunden im Stadtgebiet. Sie beschäftigt drei Mitarbeiter. EVR führt zudem die STEAG New Energies- Anlage in Geithain.

Bereits seit den 70er Jahren versorgt die Stadt Rochlitz ihre Bürger mit Fernwärme. Als der Stadtrat sich 1990/91 dafür entschied, die vorhandenen Fernwärmeanlagen des Heizhauses am Bahnhof zu modernisieren sowie die Fernwärmeversorgung auszudehnen fand die Stadt in der STEAG New Energies GmbH (damals SFW GmbH) einen kompetenten und zuverlässigen Partner. Am 5. Juni 1992 gründeten die Große Kreisstadt Rochlitz (51 Prozent) und die STEAG New Energies GmbH (49 Prozent) die Energieversorgung Rochlitz GmbH (EVR).

Im Rahmen dieser Partnerschaft wurde 1993 das alte Heizwerk modernisiert und die Brennstoffversorgung von Braunkohle auf leichtes Heizöl bzw. Erdgas umgestellt. Dies führte u. a. zu einer Senkung der Staubemissionen um 98 Prozent sowie der SO2-Emissionen um 95 Prozent - für die Bürger von Rochlitz eine erhebliche Verbesserung der Umweltsituation. Im Oktober 2005 wurde die Kesselanlage erneut modernisiert. Drei Dampfkessel wurden stillgelegt und durch einen neuen Heißwasserkessel mit einer Feuerungsleistung von 5,5 Megawatt ersetzt. Neben einer weiteren Reduzierung von Emissionen spart der neue Kessel wertvolle Rohstoffressourcen, da er mit einer hochmodernen Brenner- und Regeltechnik ausgestattet wurde. Darüber hinaus konnte auch der Ausbau der Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet von acht Megawatt in 1990 auf heute rund 20 Megawatt konsequent gesteigert werden.


Kenndaten Heizwerk und Versorgung
Heizwerk    
   Heißwassererzeuger:   2 x 5 MW-Flammrohr-Rauchrohrkessel
8 MW-Flammrohr-Rauchrohrkessel
Brenner:   jeweils Kombibrenner für Erdgas bzw. h/HEL
Schornstein:   80 m Höhe, 2,2 m Durchmesser
Besicherung:   2 Dampferzeuger á 3,2 t/h Dampf
Gesamtfeuerungs
wärmeleistung:
  18,8 Megawatt
Wärmeproduktion:   20.600 MWh/a
Mitarbeiter:   3
CO2-Einsparung:   4.000 t/a
Versorgung    
Heißwassernetz:   ca. 12 km lang,
Netzfahrweise gleitend 115 °C bis 75 °C
Anzahl Kunden:   ca. 150
Anschlusswert:   19,6 Megawatt